Wie Coinhive die Website-Monetarisierung Revolutioniert!

In diesem Artikel erfahrt ihr alle Fakten über den Anbieter Coinhive, welcher besonders in letzter Zeit sehr hohe Wellen in den Medien geschlagen hat, da viele Webseitenbetreiber diese neue Technik entgegen Coinhives Vereinbarung heimlich integriert haben, ohne die Besucher darüber aufzuklären, dass sie während des Besuchs einen Teil ihrer Rechenleistung zum Minen von Cryptowährungen genutzt werden.

Was ist Coinhive?

Coinhive ist eine alternative Art von Einnahmenquelle, die Webseitenbetreiber benutzen können um Geld zu verdienen. Statt lästigen Werbeanzeigen, die ohnehin von bis zu 36% der Internetnutzer durch Adblocker blockiert werden, soll im Hintergrund ein teil der Rechenleistung des Besuchers genutzt werden um Monero zu minen. Der Vorteil darin liegt, dass Webseitenbetreiber somit auch ohne Werbeschaltungen mit seinen Besuchern Geld verdienen können. Entscheidend für einen guten Verdienst ist wie lange sich der Besucher auf einer Webseite aufhält, und vor allem wie viele Besucher eine Webseite pro Tag erreicht.

Warum Monero und wie das System dahinter funktioniert

Mit Monero werden “Hashes” im gegensatz zu anderen Cryptowährungen mit dem sogenannten “Cryptonight” Algorithmus “gemined”, welcher trotz Schwere und der Langsamkeit dieses Algorithmus, so konzipiert wurde, um gut auf dem Durchschnittscomputer zu laufen und Monero zu “minen”.

Deswegen ist der “Cryptonight” Algorithmus eine gute Möglichkeit, um über Javascript und einem Browser zu minen. Der Coin-Hive Miner setzt speziell auf dem noch in Entwicklung befindlichen Bytecode “WebAssembly” der in Webbrowsern ausgeführt wird. Ziel der Entwicklung ist eine schnellere Alternative zu Javascript, was sowohl Ladezeiten als auch die Schnelligkeit der Ausführung betrifft.

Für Fortgeschrittene gibt es Theoretisch auch Lösungen um den “Cryptonight” Algorithmus über einen GPU auszuführen, statt über dem CPU. Allerdings würde sich der Mining-Vorteil nur verdoppeln, was im Gegensatz zu anderen Algorithmen die von Bitcoin oder Etherum verwendet werden sehr gering ausfällt, da sich dort der Vorteil das Mining über einen GPU laufen zu lassen ungefähr Verzehntausendfachen würde.

Der Skandal mit versteckten Mining-Codes

Coin-Hive ruft Webseitenbetreiber dazu auf transparent mit diesem Thema umzugehen, und Besucher von Webseiten dementsprechend über diese Art von Einnahmenquelle zu informieren. Doch leider haben sich viele Webseiten nicht an diese Abmachung gehalten, und auch gab es Fälle von Hackerangriffen, wo auf Hunderten von populären Websites ein Skript durch Hintertüren installiert wurde, was das Minen von Monero ohne Wissen des Webseitenbetreibers ermöglichte. Schätzungen zu folge verbrauchten so Tausende bis Millionen Nutzer unwissend Rechenleistung zur Generierung von neuen Monero, was besonders Smartphone nutzer schwe getroffen haben dürfte, da durch Mining der Akku schneller entleert. Dementsprechend haben auch die Entwickler von Adblockern reagiert, und blockieren nun entsprechende codes von Websites die auf verstecktes mining hindeuten.

Allerdings sollte man nicht ausser acht lassen, dass hinter den heimlichen einbau des mining-codes von Coinhive sicher nicht nur böse absichten standen, sondern vielen Webseitenbetreibern wahrscheinlich nicht bewusst war, was mining für Auswirkungen auf einen Smartphone Akku haben könnte, oder was passieren würde wenn viele Tabs im browser geöffnet sind, und mehrere Webseiten automatisch anfangen zu minen.

Wie man Coinhive vernünftig auf seiner Website integrieren kann

Um Coinhive nutzerfreundlich auf seiner Webseite zu integrieren, sollte man folgende dinge beachten:

  • Das Mining sollte nie automatisch starten, denn nur der Besucher kann wissen ob er es aktuell mit seinem Gerät bewältigen kann (Erinnerung an das Beispiel mit den mehreren Tabs, oder den Smartphone Akku) .
  • Der Button für das an- und auschalten des Minings sollte gut erreichbar sein, und das auf jeder page (so wie ich es auf My Global Door z.B. gelöst habe) .
  • Alternativ funktionieren auch Popups wie der AuthedMine von Coinhive, wodurch die nutzer beim Besuch einer Webseite gefragt werden, ob sie Mining erlauben wollen. Mit AuthedMine z.B. ist diese Entscheidung dann 24 Stunden gültig, bis der Nutzer erneut gefragt wird.

Wenn man diese Dinge beachtet, wird man auch keine Probleme mit Adblockern bekommen. Zusätzlich können mit einem Coinhive Account Shortlinks erstellt werden, was soviel heißt, dass jeder nutzer welcher über deinen Link zu einer Webseite gelangt automatisch eine vorher festgelegte hashrate pro klick “mined” (Beispiel weiter unten) . Und wer immer noch nicht genug hat, kann auch sein Captcha gegen das “Proof of Work” Captcha von Coinhive austauschen, was auch den Spamschutz profitabel und vor allem einfacher gestaltet!

Aber wie verhält es sich mit Google Adwords? Sollte man komplett auf Werbebanner verzichten?

Von Coinhive wird dies zwar Empfohlen, allerdings gibt es durchaus Möglichkeiten beide Systeme nutzerfreundlich zu Kombinieren. Hier ein paar Möglichkeiten:

  • Werbebanner auf nicht taugliche Smartphones und Tablets beschränken, dafür Mining statt Werbebanner auf PCs und Macs erlauben.
  • Den Nutzern die Möglichkeit geben zwischen dem Werbebanner und dem  Mining-Banner hin und her zu switchen
  • Durch ein Popup dem Besucher die Möglichkeit geben zwischen Werbebanner und Mining zu wählen (ähnlich wie beim AuthedMine Popup, welche sich die Entscheidung für einen Gewissen Zeitraum speichert) .

Wie man sieht gibt es also durchaus Nutzerfreundliche Kombinationsmöglichkeiten!

Link zur Website: Coinhive.com

Proof of Work Captcha:

Loading Captcha…
If it doesn’t load, please disable Adblock!

 

Tutorial, wie man Coinhive auf seiner Webseite einrichtet

Teil 1

Teil 2

Alternativen zu Coinhive

Wie mir Aktuell bekannt ist gibt es neben Coinhive noch den relativ bekannten anbieter JSECoin, welcher zusätzlich seine eigene Coin “JSE” betreibt. Allerdings kann zum aktuellen Zeitpunkt keine Empfehlung ausgesprochen werden, da sich die Coin noch im Presale befindet und somit (im Gegensatz zum Monero) keine Marktergebnisse vorliegen.

Genauere Hintergründe zum Monero findet ihr übrigens in meinem Beitrag ”Der einstieg in Bitcoin: 6 beliebte Cryptowährungen und wie sie funktionieren!” .

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